Aktuelles

Abrechnung zahnärztlicher Leistungen von Unfallverletzten und Berufserkrankten

Die Durchführung von vertragszahnärztlichen Versorgungen sowie deren Abrechnung wird durch das Abkommen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung geregelt.


Da es sich bei der Abrechnung von Unfallverletzten oder Berufserkrankten um eine vertragszahnärztliche Versorgung handelt, muss der Zahnarzt bzw. Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg eine Kassenzulassung haben.

Der Patient ist grundsätzlich verpflichtet, dem Zahnarzt/Arzt vor der Behandlung mitzuteilen, dass es sich um einen Unfall (z. B. Schulunfall oder Arbeitsunfall) handelt.

Da es regional sehr große Unterschiede bei der Vorgehensweise der Kostenerstattung gibt, ist es empfehlenswert, sich vor dem Beginn der Behandlung zwecks Kostenübernahme, Abrechnung und Aktenzeichen mit der zuständigen Unfallkasse/Berufsgenossenschaft in Verbindung zu setzen.

Oftmals kann schon im Zuge des Telefonates mit dem Sachbearbeiter der BG/Unfallkasse die notwendige Behandlung, die entsprechende Vorgehensweise zur Abrechnung und Kostenerstattung geklärt werden.

Kosten für Implantate werden in der Regel von der Unfallkasse/ Berufsgenossenschaft nicht übernommen. Sollte eine Versorgung mit Implantaten und einer Suprakonstruktion geplant werden, sollte mit dem Unfallversicherungsträger geklärt werden, ob im Einzelfall eine Kostenübernahme erfolgt.

Die Abrechnung unfallbedingter zahnärztlicher Leistungen erfolgt sowohl bei gesetzlich versicherten als auch bei privat versicherten Patienten ausschließlich auf der Grundlage des Abkommens zwischen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung entsprechend den Gebührentarifen der Angestellten-Ersatzkassen für Zahnärzte.

Die zahnärztliche Behandlung aufgrund Unfallfolgen oder Berufskrankheitsfolgen wird vom Zahnarzt/Arzt direkt mit dem zuständigen Unfallversicherungsträger abgerechnet.

Die Rechnung muss folgende Angaben enthalten:

• Personaldaten des Unfallverletzen,
• Unfalltag,
• Unfallbetrieb (mit Bezeichnung bzw. Name und Anschrift),
• Datum der Erbingung der Leistung,
• Gebührennummer nach den Gebührentarifen der Angestellten-

Ersatzkassen für Zahnärzte bzw. des Gebührenverzeichnisses für die prothetische Behandlung,

• Betrag der Material- und Laborkosten,
• Gesamtrechnungsbetrag,
• ggf. Aktenzeichen.