Aktuelles

„Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung“ zum 01.07.2018

Pflegebedürftige Patienten oder Menschen mit Behinderung haben in der Regel Schwierigkeiten, die Mundhygiene ordnungsgemäß durchzuführen. Zu Folge hat dies leider, dass sie vermehrt zu Zahnerkrankungen neigen.


Die Zahnärzteschaft hat hierzu bereits im Jahr 2010 ein Konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ vorgestellt. Die KZBV hat sich für die Umsetzung der Inhalte und die Notwendigkeit einer gesetzlichen Implementierung starkgemacht. Ende April 2018 konnte die KZBV im Beratungsausschuss einen Verhandlungserfolg erzielen. Die neue Richtlinie tritt zum 01.07.2018 in Kraft.

Der § 22a SGB V regelt somit zukünftig die neuen GKV-Leistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen, um langfristig die Verbesserung der Mundgesundheit dieser Menschen zu ermöglichen. Die wichtigsten neuen Leistungen sind:

• Erhebung Mundhygienestatus,
• Erstellung eines individuellen Mundgesundheitsplans,
• Aufklärung zur Mundgesundheit,
• Entfernung harter Zahnbeläge.

Anspruch auf diese neuen Leistungen haben GKV-Versicherte mit einem Pflegegrad nach § 15 SGB XI sowie Versicherte, die nach § 53 SGB XII Eingliederungshilfe erhalten. Der Beschluss vom 09.04.2018 wurde seitens des Bewertungsausschusses dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegt. Bei Nichtbeanstandung tritt der Beschluss über die BEMALeistungen zum 01.07.2018 in Kraft.