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Übersicht über die möglichen Aufbaufüllungen

Der Aufbau eines Zahnes und die Rekonstruktion können zu verschiedenen Zwecken notwendig werden.


In der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) sind folgende Aufbauten beschrieben:

Vorbereitung eines zerstörten Zahnes mit plastischem Aufbaumaterial zur Aufnahme einer Krone – 2180 GOZ

Diese Leistung beinhaltet die Vorbereitung eines durch umfangreiche Hartsubstanzdefekte geschädigten Zahnes mit einer plastischen Aufbaufüllung bzw. Restauration. Sie dient der Vorbereitung des Zahnes, um für eine Kronenpräparation genügend Substanz bereitzustellen.

Dentinadhäsive Rekonstruktion mit plastischem Material – 2180 zzgl. 2197 GOZ

Wird die Form des Zahnstumpfes unter Verwendung von dentinadhäsiv befestigtem plastischem Material wiederhergestellt, kommt neben der Gebührenposition 2180 GOZ für die adhäsive Verankerung der Aufbaufüllung zusätzlich die Gebührenposition 2197 GOZ zur Berechnung.

Bei den nachfolgend genannten Aufbauten handelt es sich um selbstständige zahnärztliche Leistungen, die nicht in der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) aufgeführt wurden. Diese sind gemäß § 6 Abs. 1 mit einer nach Art, Kosten- und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung der GOZ analog zu berechnen. Wir empfehlen (aus Gründen der Kostenerstattung), die analogen Leistungen mit der Originalformulierung der Bundeszahnärztekammer anzulegen.

Mehrschichtiger Aufbau verloren gegangener Zahnhartsubstanz mit Kompositmaterial in Adhäsivtechnik

Die Mehrschichttechnik stellt den Hauptbestandteil der Leistung dar. Diese ist in der GOZ nicht beschrieben.

Intrakanalär/kanalverankerter Kronenkernaufbau

Der kanalverankerte Kronenkernaufbau enthält den komplett adhäsiven (Säure-Ätz-Technik) Verschluss der Kanaleingänge und anschließenden Aufbau des unterhalb der Zahnfleischgrenze liegenden Anteils des Kronenstumpfes zur Stabilisierung und Kernverstärkung des ausgehöhlten Zahnes.

Postendodontischer Aufbau mit Stiftaufbau ohne Krone (Zur weiteren Versorgung des Zahnes empfiehlt die Bundezahnärztekammer die Gebührenpositionen 2050 ff. GOZ.)

Der postendodontische intrakanalär verankerte Aufbau dient der koronalen Abdichtung jedes einzelnen Wurzelkanaleingangs und letztendlich der Stabilisierung eines endodontisch behandelten Zahnes. Wird der Zahn im Anschluss mit einer definitiven Füllung (ohne Krone) versehen, kann laut Bundeszahnärztekammer zusätzlich zur Analogleistung die GOZ 2050 ff. berechnet werden.

Präendodontischer Aufbau zur sterilen Offenhaltung der Kanaleingänge

Für einen stark karies- oder traumabedingt zerstörten Zahn ist eine endodontische Versorgung zur Erhaltung des Zahnes vor einer Wurzelbehandlung oftmals unumgänglich. Die Substanzdefekte in diesem Zusammenhang reichen oftmals bis unter das Zahnfleischniveau. Der präendodontische Aufbau stellt die einzige Möglichkeit dar, eine ausreichende Retention und Abdichtung zur Fixierung des Kofferdams sowie zur Führung der endodontischen Instrumente zu schaffen. Der Aufbau erleichtert außerdem die Längenbestimmung der Wurzelkanäle und vereinfacht die Trockenlegung eines aufgebauten Zahnes.

Aufbaufüllung bei Inlays

Im Zusammenhang mit Einlagefüllungen nach den Gebührenpositionen 2150 bis 2170 GOZ ist die Gebührenposition 2180 GOZ (Vorbereiten eines zerstörten Zahnes zur Aufnahme einer Krone) aufgrund ihrer Leistungsbeschreibung und der aktuellen Bestimmungen nicht berechnungsfähig. Der zusätzliche Aufwand kann laut Auffassung der Bundeszahnärztekammer nur über die Anpassung des Steigerungsfaktors im Sinne des § 5 geltend gemacht werden.

Bitte beachten Sie hierzu auch die Auffassungen der regionalen Zahnärztekammern.

GKV-Patienten haben Anspruch auf Vertragsleistungen nach § 12 SGB V. Hierzu zählen auch plastische Füllungen, die nach den Gebührennummern 13a bis b über die Krankenversichertenkarte als Sachleistungen über die KZV abzurechnen sind.

Die Wahlfreiheit bei Füllungen bei GKV-Versicherten ist durch § 28 SGB V gewährleistet. Hierbei können GKV-Patienten sich für sogenannte schmelz-dentin-adhäsive in Mehrschichttechnik gestaltete Rekonstruktionen (kurz SDA-Füllungen genannt) entscheiden, ohne ihren Anspruch auf Bezuschussung durch ihre Krankenkasse zu verlieren. Bedingung hierfür ist die medizinische Notwendigkeit der SDA-Rekonstruktion. Bei einem Austausch einer intakten Füllung verliert der Patient seinen Kassenzuschuss.

Für die Abrechnung selbst kommt die GOZ 2012 zur Anwendung, unter Abzug des Betrages, der für eine vertragliche Füllungsleistung nach BEMA erstattet und über die KZV als Sachleistung abgerechnet wird.