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Silberdiaminfluorid – ein magischer Lack in der Anwendung einer Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation

Im Xtrablatt 02/2025 hatten wir bereits über den magischen Lack „Silberdiaminfluorid“ im Zuge zur Behandlung von kariösen Läsionen berichtet. Jetzt möchten wir auf die weitere Anwendungsmöglichkeit eingehen – der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH).

Was ist Silberdiaminfluorid?

Es handelt sich hierbei um eine Lösung, deren Silberionen antimikrobiell und die Fluoridionen remineralisierend wirken.

Wie wirkt sich eine Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) aus?

Bei einer MIH liegt eine Störung im Schmelzreifeprozess vor. Häufig an den ersten Backenzähnen und den Schneidezähnen. Die Zähne sind überempfindlich gegen Kälte und Wärme, sind kariesanfällig und brüchig und weisen oft weiße, gelbe oder braune Flecken auf.

Wie erfolgt die Behandlung einer MIH?

Nach einer relativen Trockenlegung des Bereiches wird mit einem Pinsel oder Applikator die SDF-Lösung direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Welche Position darf hierfür berechnet werden?

Die Behandlung von einer überempfindlichen Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation mit Silberdiaminfluorid fällt unter die klassische Gebührenposition nach GOZ 2010 (Behandlung überempfindlicher Zahnflächen, je Kiefer).

Dürfen Materialkosten in Ansatz gebracht werden?

Die zusätzliche Berechnung von Materialkosten sieht die GOZ 2010 nicht vor. Daher sollte bei kostenintensiven Materialien ermittelt werden, ob die Unzumutbarkeitsgrenze im Sinne der BGH-Entscheidung vom 27.05.2004 (Az.: III ZR 264/03) greift. Laut Kommentierung der Bundeszahnärztekammer ist die Unzumutbarkeit dann erreicht, wenn das 1,0fache des Gebührensatzes verzehrt wird.