Frau in weißem Polohemd vor Text zu GOZ 7010

DZR Blaue Ecke

GOZ 7010 Eingliederung eines Aufbissbehelfs mit adjustierter Oberfläche

Die GOZ 7010 regelt die Herstellung eines Aufbissbehelfs mit adjustierter Oberfläche – völlig unabhängig von der Art der Herstellung. Die Schiene verfügt somit über eine therapeutisch-funktionell gestaltete Oberfläche – diese dient der Stabilisierung bzw. der Veränderung der Lage des Unterkiefers. Oft stellt sich die Frage, welche Schienen genau hierrunter abgerechnet werden können und welche Gebührenposition bei z. B. Kontrollsitzungen abgerechnet werden können.

Sie dienen der Stabilisierung oder Veränderung der Bisslage mittels Führung des Unterkiefers nach Definition einer physiologischen oder therapeutischen Okklusion und Artikulation. Aufbissbehelfe mit adjustierter Oberfläche können die Funktion einer Eckzahnführung oder Gruppenführung übernehmen. Aufbissschienen mit adjustierter Oberfläche werden auch zum Schutz von natürlichen Zähnen und/oder Zahnersatz bei unphysiologisch hohem Kaudruck oder habitueller Fehlfunktion verwendet („Knirscherschiene“). Sie können temporär oder zum dauerhaften Gebrauch indiziert sein.

Die individuelle Adjustierung des Aufbissbehelfs bei der Eingliederung durch additive oder subtraktive Maßnahmen ist Bestandteil dieser Leistung. Veränderungen an adjustierten Oberflächen einer Schiene im Rahmen von Kontrollsitzungen werden nach den Nummern 7050 bzw. 7060 berechnet. Die komplette Umarbeitung eines vorhandenen Aufbissbehelfs zu einer Schiene mit adjustierter Oberfläche erfüllt hingegen den Leistungsinhalt dieser Gebührennummer.

Schienen/Aufbissbehelfe können für den Ober-oder Unterkiefer angefertigt werden.

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Anja Pfaff

Über Anja Pfaff

Mit 28 Jahren Berufserfahrung in der zahnärztlichen Praxis, davon 20 Jahre als Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin (ZMV,) ist Anja Pfaff als Senior Fachreferentin im DZR Kompetenzcenter GOZ/GOÄ/BEMA tätig.